Spendenaufruf, um traumatisierten Kindern in Brasilien eine Traumabehandlung zu ermöglichen

Liebe am Brasilien-Projekt Interessierte, liebe KollegInnen, liebe FreundInnen,

heute wende ich mich mit einer besonderen Bitte an Euch/Sie. Wie ich bereits im Dezember-Newsletter angekündigt hatte, möchte ich Spenden für eine Trauma-Therapie-Fortbildung („EMDR“) meiner brasilianischen Freundin und Kollegin Elsa Timm sammeln, die als Psychologin mit Kindern und ihren Familien aus miserabelsten Verhältnissen in São Lourenço, Südbrasilien arbeitet.

Einzelheiten und genaueres zu Spendenmöglichkeiten finden Sie weiter unten.

Mit herzlichen Grüßen

PS: Wenn Sie jemanden kennen, der die Kinder in São Lourenço  vielleicht auch auf diese Art und Weise unterstützen möchte: Bitte diese Mail weiterleiten, das erhöht die Chancen, das nötige Geld zusammen zu bekommen.

  1. Hintergrund
  2. Zur Traumafortbildung „EMDR“
  3. Spendenaufruf

1. Hintergrund

São Lourenço wurde, wie einigen von Ihnen bereits bekannt ist, im März 2011 (in der Nacht vor dem „japanischen Tsunami“) von einer furchtbaren Überschwemmung heimgesucht. Die Hälfte der Stadt wurde verwüstet, die Aufbauarbeiten dauern bis heute an.

Inzwischen ist offensichtlich, dass viele der Betroffenen nicht nur unter den materiellen Schäden leiden, sondern sie auch mit massiven seelischen Folgen des Erlebten zu kämpfen haben. So gibt es z.B. Kinder, die immer noch nicht in die Schule gehen können, weil sie Panikattacken bekommen, wenn sich die Mutter nur einige Meter entfernt. Andere geraten bei jedem Regentropfen in eine Schockstarre und sind kaum noch ansprechbar. Auch die Zahl der von Ängsten und Depressionen Betroffenen ist spürbar angestiegen.

Leider gibt es weit und breit keine angemessene Behandlungsmöglichkeit.

Elsa Timm setzt sich seit Jahrzehnten mit großem persönlichem und professionellem Engagement für Menschen in ihrer Heimat ein, die in Armut leben. In dieser Zeit hat sie mehrere Projekte für die Ärmsten aufgebaut und geleitet, ebenso zwei Kinderhäuser.

Darüber hinaus verfügt sie über jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie, so hat sie in den 90er Jahren die Psychiatrie in São Lourenço gegründet und aufgebaut und dort neben den medizinischen auch moderne psychotherapeutische Behandlungsmethoden eingeführt.

In den letzten 15 Jahren wurden neue, effektive Methoden zur Behandlung von psychischen Traumata entwickelt, diese unterscheiden sich deutlich von konventioneller Therapie und müssen in einer speziellen Fortbildung erlernt werden.

Seit der Überschwemmung  wünscht Elsa sich noch mehr als zuvor, endlich eine Trauma-Therapie-Fortbildung („EMDR“) zu absolvieren, um den traumatisierten Kindern und ihren Familien nach heutigem Wissen helfen zu können. Die Kosten dieser Ausbildung übersteigen ihre finanziellen Möglichkeiten jedoch.

2. Zur Traumafortbildung „EMDR“

„EMDR“ ist eine schnell, effizient und nachhaltig wirkende Therapie zur Traumabehandlung, es gibt viele aussagekräftige Therapiestudien, die die Wirksamkeit nachweisen. 2006 wurde „EMDR“ vom konservativen und schwer zu beeindruckenden Deutschen Wissenschaftlichen Beirat zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung anerkannt – das will wirklich etwas heißen.

In Porto Alegre (250km von São Lourenço entfernt und die nächst gelegene größere Stadt) gibt es ein „EMDR“-Institut, das die Fortbildung nach internationalen Standards anbietet. Die Fortbildung muss allerdings als Ganzes gebucht und bezahlt werden und kostet etwa 2000,- Euro. In diesen Kosten enthalten sind alle notwendigen Fortbildungsbausteine (Theorieseminare Level 1-3 und Supervisionen).

3. Spendenaufruf

Erfreulicherweise ist der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf“ bereit, die „EMDR“-Fortbildung von Elsa Timm in das Projekt „Kindernothilfe São Lourenço“ einzugliedern. Ein Zuschuss durch Vereinsgelder ist aber nicht möglich, so dass der gesamte notwendige Betrag von 2000,- Euro über Spenden aufgebracht werden muss.

Der Verein fördert jährlich ca. 12 Projekte in 10 Ländern. Eine Übernahme von Gehältern, Fort- und Weiterbildungen etc. von Projektbetreuern kann er grundsätzlich nicht leisten. Da aber durch die entsprechende Ausbildung von Frau Timm viele Kinder aus unserem Patenschaftsprogramm kostenlos eine Therapie erhalten könnten, stellt er Ihnen gerne Spendenbescheinigungen aus.

Ich kenne Elsa Timm und ihre Arbeit seit mehr als 25 Jahren und bin immer wieder beeindruckt von ihrer therapeutischen und lebenspraktischen Kompetenz und ihrer Fähigkeit, diese auch unter widrigsten Umständen einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass sie mit dieser Trauma-Fortbildung viel Gutes in São Lourenço bewirken wird.

Deshalb möchte ich Sie heute bitten, sich an dieser Spendenaktion zu beteiligen. Jede noch so kleine Spende zählt und bringt uns unserem Ziel näher, den Kindern und ihren Familien die notwendige Therapie zukommen zu lassen. Sollten mehr als 2000,- Euro zusammen kommen, fließt der Restbetrag in das Projekt „Kindernothilfe“, kommt den bedürftigen Kindern in São Lourenço also ebenfalls zugute. Gelder für Verwaltung o.ä. werden nicht einbehalten, das Geld wird zu 100% nach São Lourenço überwiesen und für den beschriebenen Zweck eingesetzt.

Wenn der nötige Betrag von 2000,- Euro zusammen gekommen ist, werde ich eine Mail mit einer entsprechenden Nachricht verschicken.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende mit dem Vermerk „Traumabehandlung“

auf eines der Konten des Vereins “Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf”:

Nr. 57707674, BLZ 67250020 bei der Sparkasse Heidelberg oder

Nr. 18013800, BLZ 67292200 bei der Volksbank Wiesloch.

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Kindernothilfe

Die Kindernothilfe (früher: Kindersoforthilfe) ist ein Teil unseres Brasilienprojekts, der es Elsa ermöglicht, einem Kind oder einer Familie in einer Notlage unkompliziert und unbürokratisch helfen zu können.

Denn viel zu viele Kinder sind unendlich bedürftig – es gibt eine lange Warteliste für unser Patenprojekt, es können leider nicht alle Kinder aufgenommen und von Paten begleitet werden, die in Not sind.

Die Kindernothilfe ist eine Möglichkeit, in Einzelfällen trotzdem helfen zu können. Elsa hat dafür jedes Jahr eine gewissen Betrag zur Verfügung, der sich aus Spenden und einem Zuschuss des Vereins zusammen setzt.

Ein Beispiel für den Einsatz der Kindernothilfe ist der kleine Mateus, 11 Jahre alt. Er bekam einen Metallsplitter ins Auge und muss in der Augenklinik in Porto Alegre behandelt werden und sich dort immer wieder vorstellen. Elsa konnte erreichen, dass er kostenlos behandelt wird, aber die Eltern konnten sich die Bustickets und die Verpflegung in der 250km entfernten Landeshauptstadt nicht leisten. Deshalb übernimmt nun die Kindersoforthilfe diese Kosten und finanziert ebenso die Brille, die er nun braucht. Weder Behandlung noch Brille wären ohne die Kindersoforthilfe möglich gewesen – und das Leben des Kleinen sicherlich anders verlaufen.

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Neues vom Waldklassenzimmer

Das Waldklassenzimmer ist nun fast fertig. Was fehlt, sind die Fenster und die Tür, außerdem noch die Abwasserrohre und die Innenausstattung.

Waldklassenzimmer3

Waldklassenzimmer3

Derzeit ist Hochsommer und alles steht still in Brasilien, dennoch geht es Schritt für Schritt weiter. Zum (brasilianischen) Schuljahresbeginn im März soll alles perfekt sein, denn dann plant Günter, einen Teil seines Unterrichts hier abzuhalten.

Waldklassenzimmer1

Waldklassenzimmer1

Waldklassenzimmer2

Waldklassenzimmer2

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Das Waldklassenzimmer ist im Entstehen

cabana Nov11_2

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cabana Nov11_3

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Es geht langsam vorwärts mit “unserem” Waldklassenzimmer in Südbrasilien, aber es geht voran. Günter Timm Beskow ist weiterhin engagiert dabei, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und den klimatischen Schwierigkeiten zurecht zu kommen.
So war geplant, das Dach des Waldklassenzimmers mit gebrauchten Ziegeln aus dem Beständen von Hilda Beskow (Günters Großmutter, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt) zu decken. Durch die eingesparten Kosten würde das Spendengeld für den Bau ausreichen.
Als es dann um die Bestandsaufnahme der Ziegel ging, musste Günter zu seinem Schrecken feststellen, dass ein Teil der Ziegel zerbrochen und unbrauchbar war. Der Zufall wollte es aber, dass ein Nachbar von dieser Not hörte und in seinen eigenen Beständen identische Ziegel hatte. Die stellt er jetzt unserem Projekt kostenlos zur Verfügung, so dass das Waldklassenzimmer wie geplant mit gebrauchten (aber noch guten) Ziegeln gedeckt werden kann.
Ansonsten kann berichtet werden, dass das Waldklassenzimmer jetzt eine Wand hat, auf den Fotos sieht man den Fortschritt schon ein wenig (zu sehen sind davon abgesehen Paulo, der Chef der Schreinerei und Amdré, der Maurer).

cabana Nov11

cabana Nov11

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Palmenfrucht

Bisher wenig bekannte und genutzte Palmenfrucht

Bisher wenig bekannte und genutzte Palmenfrucht

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Waldklassenzimmer – Der Baubeginn

Hinter diesen Steinen wird das Waldklassenzimmer gebaut

Hinter diesen Steinen wird das Waldklassenzimmer gebaut

Sand für die Grundmauern des Waldklassenzimmers

Sand für die Grundmauern des Waldklassenzimmers

An diesen Ort wird das Waldklassenzimmer gebaut

An diesen Ort wird das Waldklassenzimmer gebaut

Nachdem sich der Baubeginn des Waldklassenzimmers aus verschiedenen Gründen stark verzögert hatte, war zuletzt der starke und andauernde Regen eine Schwierigkeit – zumal noch viele Brücken wegen der Überschwemmung vor einigen Monaten noch nicht benutzbar sind. Nun ist es aber soweit, die erste Ladung Sand ist angeliefert und es geht los. Bis Ende September, so ist derzeit die Schätzung, soll das Waldklassenzimmer in seinen Grundzügen stehen.

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Illegale Rodung

Leider wird auch in São Lourenço immer noch und immer wieder illegal gerodet. Günters Arbeit ist wichtig, um schon bei den Kindern ein Bewußtsein über die Wichtigkeit des Umwelt- und Waldschutzes aufzubauen. Denn Verbote nützen leider nicht viel, zumal viele der Verantwortlichen korrupt sind.

Illegale Abholzung in São Lourenço

Illegale Abholzung in São Lourenço

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Vortrag mit Projektor

Vortrag über Umweltschutz an der Schule von São Lourenço

Vortrag über Umweltschutz an der Schule von São Lourenço

Endlich kann Günter seine Vorträge an Schulen und Universitäten mit einem Projektor halten – eine große Erleichterung und Verbesserung, die mit Hilfe einer Spende des Vereins “Hilfe zur Selbsthilfe” in Walldorf möglich war.

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Folgen der Überschwemmung

Elsa Timm 

Ich habe gerade 10 Tage Urlaub, leider liege ich aber seit Sonntag mit einer heftigen Grippe im Bett und habe deshalb diese Woche keine Hausbesuche machen können.

Trotzdem möchte ich Euch sehr gerne berichten, wie die Situation hier derzeit aussieht:  Langsam kommt São Lourenço wieder in seinen normalen Takt. Nach der Überschwemmung waren alle komplett richtungs- und strukturlos. Es ist nun außerdem ein sehr kalter Winter geworden, wir hatten viel Regen und auch Frost und Minusgrade. Natürlich trifft auch das wieder die Ärmsten am Schlimmsten, die in ihren zugigen, undichten Hütten leben, die Kinder oft ohne Schuhe oder nur mit Flipflops.

Ein Patenkind, um das ich mir immer wieder große Sorgen mache, ist Emily, das Patenkind von Fritzi aus Freiburg. Schon Emilys Mutter ist in unserem Kinderheim aufgewachsen, nach Emily hat sie vor 8 Monaten noch eine Tochter bekommen, Vìtoria. Ich habe sie jede Woche besucht und versucht, die Familie so gut es geht zu unterstützen. Aber heute musste ich erfahren, das Vitoria an einer Lungenentzündung gestorben ist.

Was die Arbeit mit den Patenkindern und ihren Familien angeht, so ist das jetzt anders als vor der Überschwemmung. Hier in São Lourenço gab es ja eine gute Struktur für die armen Familien, viel davon ist jetzt kaputt. Viele der Werkstätten sind zerstört, so z.B. die Werkstatt, in der sich Mütter selbst ihre Winden anfertigen konnten. Eine Schule, die nur Schüler aus den Armenvierteln aufnimmt, hat ihre Musikinstrumente verloren, sie sind alle weggeschwommen und kaputt gegangen. Hier in meinem Haus sind wir gesessen und haben unendlich viele Möbelstücke, Kühlschränke, Fernseher und viele, viele Instrumente vorbeischwimmen sehen. Auch eine Kindertagesstätte, wo die armen Kinder und Jugendliche nach der Schule hin konnten, betreut wurden und essen bekamen, wurde erst dieser Tage wieder eröffnet. Bis vorgestern haben Familien dort gewohnt, deren Hütten zerstört waren.

Wir versuchen, Geld aufzutreiben, von den Banken und Geschäftsleuten, um wieder aufzubauen, was zerstört wurde. Aber natürlich geht das nicht von heute auf morgen und vielleicht wird es auch gar nicht wieder richtig gut. Wir müssen sehen und geduldig sein.

Für manche unserer Patenfamilien war das ganze Unglück allerdings ein richtiger Glücksfall. Denn bei allem, was jetzt wieder aufgebaut werden muss, gibt es viel Arbeit für Ungelernte und Tagelöhner.

Was unsere Trauma-Gruppen angeht, so möchte ich mich noch einmal ganz, ganz herzlich für Eure Unterstützung bedanken, die hat sehr viel Gutes bewirkt. In fast jedem Viertel gibt es jetzt eine Gruppe, Studenten von der Universität leiten sie und wir konnten sie durch eure Hilfe mit Material ausstatten.

Die Patenschaften sind aber der Schwerpunkt meiner Arbeit. Hier werde ich inzwischen ständig angefragt. Durch die Familien selbst, aber nun wenden sich auch schon Richter oder das Jugendamt an mich mit der Bitte, bestimmte Familien aufzunehmen. Ich fahre einen kleinen roten Wagen, wenn der in den entsprechenden Vierteln auftaucht, laufen schon immer alle Kinder zusammen und bitten um Hilfe. Sie nennen mich alle „Tante Elsa“

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Waldklassenzimmer: Es geht voran. Endlich!

Günter Timm Beskow 

Entschuldigung, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, aber es gab nicht sehr viel zu berichten. Jetzt allerdings gibt es tatsächlich ein paar Neuigkeiten, die ich gleich weitergeben möchte:

Das Waldklassenzimmer: Letztlich habe ich eine Schreinerei gefunden, mit denen ich jetzt nach langem Hin und Her einen Vertrag gemacht habe: Für 10.000 Reais (ca. 4500,-Euro). 5000,- Reais sind für das Fundament und 5000,- für das Holz, den Boden, die Fenster, das Dachgebälk etc und die Arbeit. Die Ziegel bekomme ich von meiner Großmutter. Diesen Donnerstag, am 28.7. kommen die Arbeiter und bringen alles und beginnen mit der Arbeit, Sobald es etwas zu sehen gibt, werde ich Fotos machen und Euch schicken. Paulo, das ist der Leiter der Schreinerei, hat persönlich zugesagt, dass sie das Fundament in einer Woche fertig haben werden. Einen weiteren Monat brauchen sie dann, um das Holz zurecht zu sägen etc. Es kommt etwas aufs Wetter an, wenn es viel regnen sollte, wird das die Arbeiten verzögern, aber eigentlich sollte das Waldklassenzimmer dann Ende September fertig sein. Es gibt noch einiges, was angeschafft werden muss, z.B. ein Teil der Elektrik, ein Teil der Einrichtung, manches der Ausstattung (z.B. Wasserauffangbecken oder Farbe zum Streichen). Aber das wird alles nach und nach kommen. Ich glaube, das Schwierigste haben wir hinter uns, nämlich eine Schreinerei zu finden, die das Haus mit unserem Budget bauen konnte und dann überhaupt auch, dass die Schreinerei wieder Zeit hatte nach der Überschwemmung. Es tut mir so leid, dass sich alles so lange hingezogen hat, das hätte ich gerne anders gehabt. Ich hoffe, ihr habt noch Geduld mit mir und ich bin ziemlich sicher, dass es ab jetzt zügiger gehen wird.

Ansonsten sind gerade Ferien, die Schule fängt im August wieder an. Wir haben mit dem letzten Projekt u.a. Setzlinge in den Hof  eines früheren  Schülers dieser Schule gepflanzt, Willian Matzenauer. Er ist sehr interessiert an unseren Projekten, auch über seine eigene Schulzeit hinaus, wo er die Projekte schon kennen gelernt hat. Er beteiligt sich jetzt zusätzlich, in dem er viele Setzlinge für sein Land bestellt hat und dort aufforstet.

Viele Grüße an alle vom Verein und bitte sage, wie dankbar ich um Eure Unterstützung bin!

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Kälte in Südbrasilien

vereiste Blaetter

vereiste Blaetter

Liebe Freunde,

ich schicke euch ein paar Fotos von unserem Winter, der dieses Jahr sehr kalt ist.

Meine Gedanken sind die ganze Zeit bei unseren armen Kindern. Sie haben nicht genügend Decken, und sie stopfen Papierfetzen in die Ritzen ihrer Bretterhütten, um sich vor der Kälte zu schützen.

Wie geht es euch? Ist der Sommer schön? Ich denke und danke Euch immer …. Liebe Grüße!

Kühe frieren auch

Kühe frieren auch

kind sieht den winter am morgen

kind sieht den winter am morgen

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Mentalchê

Elsa Timm
Jedes Jahr im Mai gibt es diese riesige Psychiatrie-Konferenz in Sao Lourenco, die “Mentalchê” heißt. Mehr als 1000 Psychiatrie-Mitarbeiter, aber auch Betroffene und ihre Familien kommen dann hierher. Viele kommen von weit her, manch einer reist die ganze Nacht per Bus an, um dann pünktlich hier zu sein.
Und dann wird gezeigt, was die hiesige Psychiatrie und die sozialen Dienst anbieten. Es gibt auch z.B. Tanzgruppen psychisch kranker Menschen, Chöre, Theater. Auch Handarbeiten werden ausgestellt.
Dieses Jahr gab es auch einen Stand der Trauma-Gruppe, die vom Walldorfer Verein “Hilfe zur Selbsthilfe” unterstützt wurde, sie haben die Arbeiten gezeigt, die sie in der Gruppe angefertigt haben. Vieles konnte verkauft werden und die Gruppenmitglieder waren überglücklich, selbst Geld verdient zu haben.
Es gibt auch immer viele Vorträge über psychiatrische Themen. Es wurde auch von der Psychiatrie in Porto Alegre berichtet. Früher waren dort 6000 psychisch Kranke untergebracht, heute isnd es glücklicherweise nur noch knapp 300. Bis heute leben sie dort wie die Tiere, oft sind sie nackt und schlafen im Dreck. Die Mitarbeiter ignorieren die Zustände.
Nach diesem Vortrag haben die Zuhörer beschlossen, alle zusammen nach Porto Alegre zu fahren und eine Besserung der Zustände zu fordern. Das haben sie auch gemacht, nur der Direktor der Psychiatrie hat niemanden vorgelassen, so dass sie unverrichteter Dinge wieder umkehren mussten. Brasilien ist groß und chaotisch.

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